Öffnung

Mittlerweile bin ich sehr gut darin, mich anderen Menschen zu öffnen. Das heißt zum einen, ihnen tiefe, ehrliche Einblicke in mein Innerstes zu geben und zum anderen mich anderen Menschen zuwenden, offen sein, bewusst wahrnehmen. So dass ich meinen Gegenüber mit jedem meiner Sinne wahrnehmen kann, ganz präsent bin und alles mitkriege. Die gesprochenen Worte und die Schwingung dahinter.

Das habe ich vor ein paar Tagen ausgiebigst praktiziert bei einem Treffen mit fünf meiner Coaching-Kollegen. Wir trafen uns draußen in der Natur und jede*r hatte genug Zeit über das Befinden, die eigene Entwicklung, unsere Cooperative etc. zu sprechen.
Ich habe mich bei allen ganz weit und offen gemacht, damit ich absolut präsent bin und alles mitkriege. Es war ein wunderbarer Tag getragen von Austausch und Wertschätzung.

Nachts ging es mir nicht gut. Mir war übel und ich konnte nicht schlafen. Und wenn, dann in einem sehr leichten Halbschlaf. Es arbeitete in mir. Ich träumte, ich hätte immer wieder das Wort „Öffnung“ auf Facebook gepostet.
Ich brauchte noch fast 2 Tage, um mich wieder ganz zu erholen und verstand die Botschaft nicht, da ich mich sehr offen fühlte und Öffnung immer wieder praktiziere im Umgang mit meinem Gegenüber.

Gestern begriff ich es dann. Es geht nicht um die Öffnung anderen gegenüber, sondern mir selbst gegenüber.
Bei anderen kann ich das perfekt. Aber mich vernachlässige ich hin und wieder.

Es war also eine Erinnerung daran.

Mein Körper wollte in der letzten Zeit wieder etwas mehr Aufmerksamkeit, die ich ihm dann nicht gegeben hatte, weil mir mein Herz und mein Verstand wichtiger erschienen.

Heute habe ich mich mal wieder mir selbst gegenüber geöffnet. Habe mich beobachtet und wahrgenommen, die Bewegungen gemacht, die mein Körper wollte und ihm gut taten (5 Tibeter, Joggen und Fahrradfahren). Habe meinem Verstand zugehört und meinen Atem beobachtet. Habe relativ bewusst gegessen (..ok das Eis war ein Kompromiss zwischen Verstand und Körper, aber schließlich darf ich mich ja um beide kümmern…) und habe gerade die Spiegelübung gemacht, bei der ich mir in die Augen sehe und mich so mit mir verbinde. Danach ist das Foto entstanden.

Ich bin gerade sehr dankbar, dass ich mir selbst diese Botschaft geschickt habe, mich wieder regelmäßig mir selbst gegenüber zu öffnen und mich mit mir zu verbinden und achtsam zu sein. So wie ich es mit anderen auch mache.

Apropos achtsam!!! Ich war wohl zu viel mit meinen Gedanken und meinem Gefühl bei „Öffnung“ und wir kennen das ja mit der Schöpferkraft…..

Als ich eben über den Text „Öffnung“ nachdachte, fuhr ich mit dem Fahrrad und eine von diesen kleinen Fliegen dachte wohl: Öffnung? wo?
Und schon war sie in der rechten Öffnung meiner Nase gelandet… Erst nach Naseputzen, 3 Mal Niesen und noch mal kräftig Naseputzen kam sie wieder raus.

Leider hat sie es nicht überlebt, das arme Ding.
Vielleicht hatte sie aber auch eine ausgeprägte Schöpferkraft und ist jetzt ein Frosch… Ich wünsche es ihr.

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