Warum sind wir es, die am Schmerz festhalten?

Weil wir sonst nichts zum Festhalten haben. Und Festhalten setzen wir gerne gleich mit Kontrolle haben. Die Freude können wir ja auch nicht festhalten, denn alles was wir festhalten wollen, verlässt uns wieder.
Warum ist das also beim Schmerz nicht so?

Weil wir ihn immer neu erschaffen. Die Geschichten sind vielleicht alt, aber den Schmerz erschaffen wir immer neu und sind gleichzeitig im Widerstand mit ihm.
Die Freude fühlen wir auch nicht richtig, sondern wollen sie festhalten oder in die Welt herausschreien.

Aber eines von beidem muss doch funktionieren, da es doch Gegensätze sind FESTHALTEN oder WIDERSTAND…

Nein, es sind keine Gegensätze, sie haben dieselbe Energie. Denselben Ursprung. Also ist Festhalten auch ein Widerstand. Ein Widerstand gegen den Fluss des Lebens.

Das Leben mit all seinen Gefühlen ist ein Fluss und wenn ich mit fließen will, geht das nicht mit festhalten und/oder Widerstand. Egal an wem oder was. Den Schmerz und die Freude zu fühlen heißt nicht, sie festzuhalten.

Es ist halt Gewohnheit, den Schmerz kennen wir und wenn wir ihn loslassen ist da erstmal NICHTS mehr. Und NICHTS kann so Manchen sehr schockieren und doch wieder an dem gewohnten Schmerz festhalten lassen, weil das NICHTS erstmal kaum auszuhalten ist. Dabei ist es genau das, was wichtig ist beim Fließen. NICHTS. Das ist dieser innere Frieden, der immer da ist kombiniert mit der totalen Unsicherheit (Freiheit) und grenzenlosem Vertrauen.

Auch wenn Freude oder Traurigkeit kommen, der innere Frieden (NICHTS) ist immer da. Wie bei kleinen Kindern, die ihre Emotionen ganz spontan ausleben und dann wieder loslassen und im Frieden sind bis die nächste Emotion kommt. Dazwischen und darunter liegt Frieden, also NICHTS.

Und da simmer wieder beim VERTRAUEN.
Nix Festhalten und nix Widerstand.

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